Wie vermittelt dein KI-Headhunter 200.000 Talente an Top-Startups, Sebastian Scott? (#74)
Tokenmade event am 28. September in Muenchen: https://www.tokenmade.ai/events
Germany at the Frontier, 8. Oktober im House of AI: https://www.house-of.ai/germany-at-the-frontier
Community: https://linktr.ee/omrsvu
Ich war Product Manager bei LinkedIn. Sebastian Scott baut mit Clera den KI-Headhunter, der das Job Board überflüssig machen soll. Klar, dass wir uns über LinkedIn streiten. Sebastian ist Ende 20, halb Brite, halb Deutscher, geboren in Singapur, aufgewachsen im Münchner Umland. Mit 17 hat er seine erste Firma gegründet, Clera hat er von einem Airbnb in Lima aus gebootstrapped, alle sechs Wochen ein neues Land, bevor es mit dem Team nach San Francisco ging.
Clera funktioniert wie ein richtig guter Headhunter, nur per iMessage, WhatsApp und E-Mail: Talente sagen, wohin sie wollen, Clera matcht sie mit über 2.000 Jobs bei mehr als 500 Startups und macht eine Warm Intro direkt zum Founder. Heute vertritt Clera knapp 200.000 Talente in den USA und Europa, macht mehrere Millionen Umsatz und hat drei Millionen Dollar Pre-Seed von US-Investoren geraised. Kostenlos für Talente, 15 Prozent Success Fee für Companies. Sebastians Formel: qualitativ der Porsche, preislich der Aldi.
Wir sprechen darüber, was an LinkedIn und Job Boards kaputt ist (Stichwort falsche Incentives), warum das Open-to-Work-Badge bei Top-Startups eher schadet als hilft, wie Clera mit Copycats wie Dex und Mercor umgeht und was der echte Moat ist, wenn jeder die Website vibe coden kann. Dazu: die Kritik auf Trustpilot, Resume-Farming-Scams mit 800-Dollar-Coaches und warum Sebastian jede negative Review persönlich beantwortet.
Außerdem: das Leben im Hacker House in San Francisco (inklusive der Putzhilfe, die heute im Customer Success Team arbeitet), 996 als Arbeitsmodell, die Glocke, die läutet, wenn jemand sein Claude-Limit erreicht, das E2-Visum als Life Hack für deutsche Founder, warum ohne US-Investoren niemand einen ernst nimmt, und ob Clera auch aus Berlin funktionieren würde.
Eine Folge über Recruiting im KI-Zeitalter, deutschen Bootstrapping-Mindset im Valley und die Frage, ob LinkedIn in zehn Jahren noch jemand braucht.